Der Kater Club bleibt nach aktuellem Stand bis auf weiteres geschlossen.

Die Berliner Clubkultur steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Am Freitag, dem 13. März wurde das gesamte Berliner Nachtleben behördlich stillgelegt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Damit sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunstschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und die vielen für Berlin identitätsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarantäne sitzt, unterstützen sich Berliner Clubs, Veranstalter*innen und Künstler*innen untereinander und starten am Mittwoch, den 18.03.2020 den größten digitalen Club unter

www.unitedwestream.berlin

Täglich ab 19 Uhr laufen Beiträge aus wechselnden Clubs online. Neben einer LiveÜbertragung von DJ-Sets, Live-Musik und Performances wird die Plattform auch Gesprächsrunden, Vorträge und Filme rund um clubkulturelle Themen bieten.

Besucher*innen der Seite werden aufgerufen, freiwillig zu spenden und werden damit Teil des “virtuellen Clubs”. Die Einnahmen der Streams fließen in eine Spendensammlung für soziale Härtefälle, mit dem unter der Coronavirus-Quarantäne notleidende Clubs und Künstler*innen unterstützt werden können. Zudem fließen 8% der Einnahmen an den “Stiftungsfond Zivile Seenotrettung”, dessen klare und transparente Förderkriterien eine zügige Mittelvergabe an NGOs in Griechenland sowie die zivilen Seenotrettung im Mittelmeer ermöglicht. Dadurch setzt die Initiative ein zusätzliches solidarisches Zeichen: Es geht nicht nur um Clubs - Solidarität brauchen Viele! Für Ausschüttungen der Spendensammlung wurde ein Kriterienkatalog entwickelt und eine unabhängige Jury beauftragt.

Wir werden die Lage unaufhörlich und genauestens studieren und bewerten und euch über alles updaten. Für laufende Informationen checkt unsere Social Media Kanäle:

www.facebook.com/katerblau / www.facebook.com/Holzmarkt25

Wir wünschen Euch allen viel Kraft, diese Krise zu überstehen. Das, was wir gerade erleben, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten. Das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. Ein Shutdown der Kultur. Was das insbesondere für Kulturschaffende bedeutet, ist jedem klar, der auch nur im Ansatz weiß, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse in unserem kleinen Kosmos aussehen. Auch uns stellt das vor größtmögliche Herausforderungen.

Die einzige Antwort kann nun praktische Solidarität sein. Besinnen wir uns auf das, was zählt.

Kontakt

info@katerblau.de

Kater Blau, Holzmarktstr. 25, 10243 Berlin